Gro­ße klei­ne Spra­che Arabisch

Von Beirut über Paris nach Berlin - die arabische Literaturszene ist transnational, kosmopolitisch und weltweit gut vernetzt. Von

Hazem Waked, „Alone on Rhine River's Shore", 2022, Öl auf Leinwand
Hazem Waked: „Alone on Rhine River's Shore", 2022, Öl auf Leinwand (mit freundlicher Genehmigung des Künstlers)

Es gibt etwa 7000 Spra­chen auf der Welt, doch nur ein win­zi­ger Bruch­teil davon wird ins Deut­sche über­setzt. Wir inter­view­en Men­schen, die Meis­ter­wer­ke aus unter­re­prä­sen­tier­ten und unge­wöhn­li­chen Spra­chen über­set­zen und uns so Zugang zu wenig erkun­de­ten Wel­ten ver­schaf­fen. Alle Bei­trä­ge der Rubrik fin­det ihr hier.


Wie hast du Ara­bisch gelernt?

Eigent­lich stu­dier­te ich Visu­al Cul­tu­re Stu­dies an der Uni­ver­si­tät der Küns­te in Ber­lin, aber etwa ab der Hälf­te mei­nes Stu­di­ums fing ich an, Ara­bisch zu ler­nen, weit­ge­hend auto­di­dak­tisch: zuerst aus dem Voka­bel­teil hin­ten in Rei­se­füh­rern – ohne aller­dings je irgend­wo­hin zu rei­sen oder gereist zu sein; ara­bisch­spra­chi­ge Freun­de hat­te ich auch nicht. War­um ich es dann über­haupt ler­nen woll­te? Die­se Fra­ge müss­te man auf meh­re­ren Ebe­nen beant­wor­ten, eine davon fin­det ihr hier. Weil ich kein Geld hat­te, beleg­te ich einen Kurs in einer Moschee, der fast kos­ten­los war: 1 Mal pro Woche 30 Minu­ten Ara­bisch gegen 10 Minu­ten Islam­un­ter­richt. Ging mir aber zu lang­sam, in einem Jahr hat­ten wir gera­de mal die 29 Buch­sta­ben des Alpha­bets und ver­streu­te, unnüt­ze Mär­chen­vo­ka­beln gelernt: Kro­ne. Maul­bee­re. Thron. Hase. Unter­des­sen besorg­te ich mir alles Nie­der­schwel­li­ge, was ich an Lehr­ma­te­ri­al bekom­men konn­te, zum Bei­spiel eine Lern­kas­set­te aus einer Leih­bi­blio­thek („Am Strand von Ham­ma­met: Der Him­mel ist blau. Über den Hori­zont zie­hen gro­ße, wei­ße Wol­ken und das Meer ist leicht bewegt.“) und ein ara­bi­sches Lese­buch für Grundschüler:innen („Ich spa­zier­te mit mei­nem Vater zu den Fel­dern am Stadt­rand. Dort sah ich Amei­sen­ko­lo­nien, die Getrei­de transportierten.“).

Nach einem Jahr hat­te ich auf die­se Wei­se gelernt, ein paar sehr ein­fa­che Sät­ze in fal­schem Hoch­ara­bisch zu bil­den. Da dach­te ich mir, so wird das nie was, nahm mir ein Urlaubs­se­mes­ter und orga­ni­sier­te einen Auf­ent­halt in Syri­en. Dort besuch­te ich den kos­ten­güns­tigs­ten Kurs für Ara­bisch als Fremd­spra­che, den die syri­sche Haupt­stadt zu bie­ten hat­te. Der war zwar durch­aus inten­siv, aber in eine Rich­tung, die ich als Zeit­ver­schwen­dung emp­fand. Wir muss­ten bei­spiels­wei­se alle Tei­le eines Ara­ber­pfer­des benen­nen kön­nen, wäh­rend wir im nor­ma­len All­tag auf­ge­schmis­sen waren. Nach drei Wochen ver­ließ ich den Kurs und lern­te für den Rest mei­nes Auf­ent­halts nur noch in einer WG mit inter­es­san­ten Gleich­alt­ri­gen. Das funk­tio­nier­te für mich am bes­ten. Aus irgend­ei­nem Grund hat­te ich Slo­ter­di­jks Regeln für den Men­schen­park dabei, und Pier Pao­lo Paso­li­nis Regie­no­ti­zen zu Das 1. Evan­ge­li­um – Mat­thä­us. Mein Mit­be­woh­ner (der selbst gera­de Deutsch lern­te) und ich ver­such­ten, Pas­sa­gen dar­aus ins Ara­bi­sche zu über­set­zen, und aus einem ara­bi­schen Buch über Pla­tons Ästhe­tik über­setz­ten wir ins Deutsche.

Zurück in Ber­lin folg­ten 1,5 Jah­re inten­si­ven Wei­ter­ler­nens, wäh­rend derer ich bei­na­he mein Kunst­stu­di­um hin­ge­schmis­sen hät­te. Ich such­te mir aktiv einen ara­bisch­spra­chi­gen Freun­des­kreis und ver­such­te mich haupt­säch­lich über Jobs zu finan­zie­ren, bei denen ich mei­ne Sprach­kennt­nis­se irgend­wie anwen­den und aus­bau­en konn­te. Davon gab es nicht vie­le, also ver­ding­te ich mich in Gele­gen­heits­jobs zwi­schen den Berei­chen Video­schnitt und ‑unter­ti­te­lung und Kas­sie­ren bei Schle­cker. Zur sel­ben Zeit gab ich mir die Auf­la­ge, Nach­rich­ten und Lite­ra­tur aus­schließ­lich auf Ara­bisch zu kon­su­mie­ren. Mei­ne kras­ses­te Maß­nah­me war, mein Tage­buch auf Ara­bisch zu füh­ren, also: mein kom­plet­tes, rei­ches Innen­le­ben durch das enge Nadel­öhr mei­ner dürf­ti­gen Ara­bisch­kennt­nis­se zu zwän­gen. Naja. Das war im Gro­ßen und Gan­zen mein Ara­bisch­stu­di­um, und auf­ge­hört hat es nie. (Was mein Kunst­stu­di­um anbe­langt, habe ich dann gott­sei­dank die Kur­ve gekriegt und mei­nen Meis­ter­schü­ler mit dem Doku­men­tar­film Ati­gya Koraa Or It Has Back­fired gemacht.)

Wie sieht die ara­bi­sche Lite­ra­tur­sze­ne aus?

Ha! So gestellt, über­for­dert mich die Fra­ge. Von einer ara­bi­schen Lite­ra­tur­sze­ne kann man schwer spre­chen. Schließ­lich ent­steht ara­bi­sche Lite­ra­tur in einer Regi­on aus min­des­tens 26 Län­dern, die ich nicht ein­mal im Ansatz über­schaue. Und min­des­tens sage ich, weil es abge­se­hen von den Län­dern, in denen es Amts­spra­che ist, noch eine gan­ze Rei­he Län­der gibt, wo ara­bisch­spra­chi­ge Com­mu­nities leben oder Com­mu­nities, die ihre Lite­ra­tur zum Teil auf Ara­bisch ver­fas­sen, wie in Tschad, Süd­su­dan, Nige­ria, Soma­lia und Eri­trea. Zu die­ser ohne­hin schon sehr breit­ge­fä­cher­ten Situa­ti­on kom­men noch die dia­spo­ri­schen Städ­te hin­zu, an ers­ter Stel­le Ber­lin, das sich in den letz­ten Jah­ren zu einem nicht mehr zu weg­zu­den­ken­den Zen­trum ara­bi­scher Lite­ra­tur­pro­duk­ti­on gemau­sert hat. Inso­fern lässt sich eines auf jeden Fall sagen: Die ara­bi­sche Lite­ra­tur­sphä­re sieht trans­na­tio­nal aus (und, will man auf Kur­disch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch und Deutsch schrei­ben­de ara­bisch­spra­chi­ge Schriftsteller:innen mit dazu­rech­nen, auch multilingual).

Die einer­seits his­to­risch-geo­gra­phi­sche, aber auch kolo­ni­al- und kri­sen­be­ding­te Man­nig­fal­tig­keit der Wel­ten, in denen ara­bi­sche Lite­ra­tur geschrie­ben wird, pro­du­ziert natür­lich auch eine gro­ße inhalt­li­che und sti­lis­ti­sche Viel­falt. Dabei sind heut­zu­ta­ge die viel­leicht dyna­mischs­ten Zen­tren ara­bi­scher Lite­ra­tur­pro­duk­ti­on – Bei­rut, Kai­ro und Ber­lin – über ein­schlä­gi­ge über­re­gio­na­le Maga­zi­ne und Ver­la­ge ziem­lich gut mit­ein­an­der ver­netzt: So wer­den bei­spiels­wei­se Bücher von Ver­la­gen wie Dar al-Muta­was­sit (Genua), Dar al-Kar­ma und Dar El-Mah­rou­sa (bei­de Kai­ro), vom Buch­la­den Khan Alja­nub (Ber­lin-Schö­ne­berg) impor­tiert und gelauncht, die Kritiker:innen der Online­ma­ga­zi­ne al-Jum­hu­ri­ya (ehem. Bei­rut und Istan­bul, heu­te Bei­rut und Ber­lin) oder Rom­man­mag (Paris) bezie­hen ihre Rezen­si­ons­ex­em­pla­re von sel­bi­gem Ber­li­ner Buch­la­den, in dem aber auch Buch­pre­mie­ren von in den USA leben­den Autor:innen statt­fin­den, und es ist wohl über­flüs­sig zu erwäh­nen, dass das Inter­net bei all dem nur ein wei­te­rer Hei­mat­ort die­ser Lite­ra­tu­ren ist. Inhalt­lich gibt es – wie viel­leicht über­all in der Lite­ra­tur, aber ver­mut­lich durch die Dezen­tra­li­tät und Ver­sprengt­heit noch ein biss­chen mehr – ein gro­ßes Neben­ein­an­der von Zei­ten und Orten: Dys­to­pi­sche Sci-Fi-Roma­ne, wie sie in den letz­ten Jah­ren beson­ders aus Ägyp­ten ver­mehrt kom­men, ent­ste­hen neben Pro­sa­ge­dicht­bän­den, his­to­ri­schen Roma­nen und gen­re­über­grei­fen­den, expe­ri­men­tel­len Werken.

Was soll­te man unbe­dingt gele­sen haben?

Von mei­nen jüngs­ten Lieb­lings­lek­tü­ren ist auf Deutsch gera­de Eine Neben­sa­che (تفصيل ثانوي) von Ada­nia Shi­b­li in der Über­set­zung von Gün­ther Orth erschie­nen, ein groß­ar­ti­ger Roman von der viel­leicht span­nends­ten paläs­ti­nen­si­schen Autorin der Gegen­wart – die übri­gens in Ber­lin lebt. Ein wei­te­rer, sehr inter­es­san­ter Autor ist der Ägyp­ter Haytham El-War­da­ny. Obwohl er eben­falls seit 1999 in Ber­lin lebt, gibt es von ihm auf Deutsch mei­nes Wis­sens bis­lang nur zwei Kurz­ge­schich­ten, in mei­ner Über­set­zung: In Gaza 2035 (غزة ٢٠٣٥) und Des­sau 2019 (ديساو ٢٠١٩) nähert El-War­da­ny sich dem Gen­re der Fabel, indem er in Set­tings, in denen die Wahr­heit nicht mehr aus­ge­spro­chen wer­den kann oder kei­nen Ein­fluss mehr auf das Gesche­hen hat, das Spre­chen auf Tie­re oder Gegen­stän­de ver­la­gert. Von ihm ist außer­dem in der eng­li­schen Über­set­zung von Robin Moger 2020 The Book of Sleep (كتاب النوم) erschie­nen – 86 poe­tisch-essay­is­ti­sche Kurz­pro­sa­tex­te über Schlaf ent­lang drei­er Haupt­ach­sen: Poli­tik, Iden­ti­tät und Sprache.

Eine mei­ner eige­nen Lieb­lings­über­set­zun­gen ist außer­dem Rasha Abbas’ Erzähl­band Eine Zusam­men­fas­sung von allem, was war (ملخص ما جرى). Ali­ce Guthrie, eine der eng­li­schen Über­set­ze­rin­nen von Abbas, beschreibt das Buch in einem Reader’s Report sehr tref­fend: „Eklek­tisch, inten­siv, oft psy­che­de­lisch – vie­le ihrer Geschich­ten pir­schen sich erst als Traum­land­schaf­ten an den Leser her­an, nur um ihn dann unver­mit­telt in einen gespens­ti­schen Hyper­rea­lis­mus abstür­zen zu las­sen, und das Gan­ze in einer Punk-Ästhe­tik.“ („Eclec­tic, inten­se, often psy­che­de­lic, many of her sto­ries are dream­s­capes which creep up on the rea­der with sud­den plun­ges into haun­ting hyper-rea­lism, ope­ra­ting wit­hin a punk aes­the­tic.“) Im Ber­li­ner Maxim Gor­ki Thea­ter kann man sich auch gera­de eine Insze­nie­rung des Erzähl­bands (ja, das ist mög­lich!) von Sebas­ti­an Nüb­ling ansehen.

Wer Fran­zö­sisch kann, soll­te außer­dem unbe­dingt Iman Mer­sals groß­ar­ti­ges gen­re-spren­gen­des Buch في أثر عنايات الزيات , das 2021 in der Über­set­zung von Richard Jaque­mond unter dem Titel Sur les traces d’Ena­yat El-Zay­yat erschie­nen ist (und im sel­ben Jahr mit dem Sheikh Zay­ed Award aus­ge­zeich­net wur­de). Wie schon der Titel sagt, begibt sich Iman Mer­sal dar­in auf eine obses­si­ve und gleich­sam fein­füh­li­ge Spu­ren­su­che nach Ena­yat El-Zay­yat, einer weit­ge­hend unbe­kann­ten Autorin, die im Ägyp­ten der 60er Jah­re als jun­ge Frau Selbst­mord beging; ihre Pfa­de las­sen eine spe­ku­la­ti­ve Topo­gra­phie der ägyp­ti­schen Haupt­stadt und ihrer Geschich­te ent­ste­hen. Wer noch ger­ne etwas aus dem Maghreb lesen wür­de, dem emp­feh­le ich den 2022 in Ali­ce Guthries Über­set­zung erschie­ne­nen, wil­den Erzähl­band Blood Feast von Mali­ka Mou­st­adraf (1969–2006), Iko­ne der marok­ka­ni­schen femi­nis­ti­schen Lite­ra­tur, wobei die Samm­lung alle Erzäh­lun­gen von Mus­tadrafs Band ترانت سيس (tren­te-six) ent­hält und zusätz­lich vier weitere.

Und was ist noch nicht übersetzt?

Wie man oben sieht: super­viel. Was wahn­sin­nig scha­de ist. Das betrifft auch vie­le Klas­si­ker. Ein Ver­lag müss­te ein klu­ges, attrak­ti­ves Pro­gramm auf­bau­en, mit zeit­ge­nös­si­scher ara­bi­scher Lite­ra­tur, dar­un­ter auch Klas­si­ker gestreut, das Gan­ze auf eine anzie­hen­de Wei­se, die die Wer­ke im hie­si­gen Lite­ra­tur­be­trieb gut ver­an­kert und die nicht nischig-ori­en­ta­lis­tisch daherkommt.

Was sind die größ­ten Schwie­rig­kei­ten beim Über­set­zen aus dem Ara­bi­schen? Wie gehst du damit um?

Für mich erge­ben sich die größ­ten Schwie­rig­kei­ten aus der Dig­los­sie, also dem Umstand, dass die Bewoh­ner der gesam­ten ara­bisch­spra­chi­gen Welt min­des­tens zwei­spra­chig sind, wobei immer eine regio­na­le Sprach­va­ri­an­te so gut wie nur gespro­chen wird, wäh­rend eine über­re­gio­na­le Sprach­va­ri­an­te – das Hoch­ara­bi­sche – eigent­lich  nur geschrie­ben wird. Die­se gespro­che­nen Vari­an­ten des Ara­bi­schen sind teil­wei­se so weit vom Hoch­ara­bi­schen und auch von­ein­an­der ent­fernt, dass man sie in ihrer Sum­me durch­aus mit den ver­schie­de­nen Spra­chen einer Sprach­fa­mi­lie ver­glei­chen könn­te, bei­spiels­wei­se der roma­ni­schen Spra­chen. Die Situa­ti­on erin­nert auch ein wenig an die deutsch­spra­chi­ge Schweiz – mit dem gro­ßen Unter­schied aller­dings, dass die Schweiz ein gro­ßes Nach­bar­land hat, in dem das Hoch­deut­sche sehr wohl eine leben­di­ge, gespro­che­ne Spra­che ist. Das Hoch­ara­bi­sche aber, in dem lite­ra­ri­sche Tex­te bis auf weni­ge Aus­nah­men ver­fasst wer­den, hat kei­nen rea­len Ort, an dem es gespro­chen wird, ledig­lich bestimm­te Kon­tex­te. Dadurch wird in lite­ra­ri­schen Tex­ten die Welt mit ihren Dimen­sio­nen und Räu­men in einer Spra­che beschrie­ben, die man in die­sen ent­we­der gar nicht oder nur frag­men­ta­risch hören kann. Und Hören ist fürs Schrei­ben und Über­set­zen, wie ich es ver­ste­he, sehr wichtig.

So wür­de sich zum Bei­spiel eine Gesprächs­si­tua­ti­on wäh­rend einer Auto­fahrt im rea­len Leben in einer der gespro­che­nen Vari­an­ten des Ara­bi­schen abspie­len. Wenn nun im Auto­ra­dio gera­de der Wet­ter­be­richt läuft, mischen sich hoch­ara­bi­sche Fet­zen in die Sound­ku­lis­se. Die oder der Schrei­ben­de über­trägt nun die­se gan­ze Situa­ti­on in die geschrie­be­ne Sprach­va­ri­an­te, also in etwa die, in der der Wet­ter­be­richt ertön­te, und ich muss sie dann wie­der in eine Spra­che über­tra­gen, wo es die­ses Vari­an­ten­ge­fäl­le so gar nicht gibt und zumin­dest ich viel mit audi­tiven Regis­tern arbei­te. Das, wür­de ich sagen, ist die größ­te Her­aus­for­de­rung. Wenn man da nicht auf­passt, dann klingt alles plötz­lich sehr „blu­mig“. Hin­zu kommt noch die zwang­haf­te Sub­stan­ti­vie­rung und die kilo­me­ter­lan­gen Sät­ze, die es dann im Deut­schen wie­der run­ter­zu­bre­chen gilt, aber die gibt es ja auch in ande­ren Sprachen.

Was kann Ara­bisch, was Deutsch nicht kann?

Krz Vkal ncht mtschreibn. Was natür­lich die Text­men­ge im Ori­gi­nal immer um eini­ges kür­zer aus­se­hen lässt, als sie es dann in der Über­set­zung wird.

Sandra Hetzl

San­dra Hetzl

In Mün­chen auf­ge­wach­sen, stu­dier­te sie an der Acca­de­mia di Bel­le Arti in Nea­pel Male­rei und gra­du­ier­te 2010 mit einem Mas­ter in Visu­al Cul­tu­re Stu­dies an der UdK Ber­lin. Heu­te über­setzt, schreibt und forscht sie und kura­tiert Ver­an­stal­tun­gen mit einem Fokus auf zeit­ge­nös­si­scher ara­bi­scher Lite­ra­tur und Kunst. Sie hat Erzähl- und Lyrik­bän­de und Sach­bü­cher von Rasha Abbas, Kad­hem Khan­jar, Aref Ham­za, Bushra al-Mak­ta­ri, Aboud Sae­ed, Assaf Alas­saf und Raif Bada­wi über­setzt und ist sowohl die Grün­de­rin des Agen­tur­kol­lek­tivs 10/11 für zeit­ge­nös­si­sche ara­bi­sche Lite­ra­tur als auch des Lite­ra­tur­fes­ti­vals Down­town Span­dau Medi­na. Im Herbst 2022 erscheint die von ihr her­aus­ge­ge­be­ne Antho­lo­gie In der Zukunft schwel­gen (tran­script Ver­lag) mit lite­ra­ri­schen Essays aus Nah­ost und Nord­afri­ka über die Kom­ple­xi­tät von Gerech­tig­keit und Würde.


Wir suchen für die Rubrik „Gro­ße klei­ne Spra­che“ Über­set­ze­rin­nen und Über­set­zer, die Lust haben, ihre „klei­ne“ Spra­che mit unse­rem Fra­ge­bo­gen vor­zu­stel­len. Wenn du dich ange­spro­chen fühlst, mel­de dich ger­ne unter redaktion@tralalit.de.


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