„Was machen wir mit 999 Mark?“

Der Deutsche Übersetzerfonds ist aus dem Berufsleben von Literaturübersetzerinnen und -übersetzern nicht mehr wegzudenken. Die Anfänge waren jedoch durchaus beschwerlich, erinnert sich seine Initiatorin und Gründungsvorsitzende

Vorstand und Geschäftsführer des DÜF im Jahr 1998. (V.l.n.r.: Burkhart Kroeber, Thomas Brovot, Rosemarie Tietze, Jürgen Jakob Becker). © Deutscher Übersetzerfonds

Bis ich im Lite­ra­tur­über­set­zen Fuß fas­sen konn­te, hat es Jah­re gedau­ert. Mei­ne Aus­gangs­spra­che ist Rus­sisch, mich inter­es­sier­te vor allem Gegen­warts­li­te­ra­tur, und die wur­de in den spä­ten 70ern und frü­hen 80ern größ­ten­teils in der DDR über­setzt, da gab es in der Bun­des­re­pu­blik wenig Chan­cen, Auf­trä­ge zu ergat­tern oder Vor­schlä­ge bei Ver­la­gen unter­zu­brin­gen. In die­sen Jah­ren der Suche hat­te ich jedoch immer schon Kon­takt zu ande­ren Über­set­zern, fühl­te mich getra­gen von der Gemein­schaft; bis heu­te brau­che ich sie als Gegen­ge­wicht zur ein­sa­men Tätig­keit am Schreibtisch.

So gewann ich schon früh ein Bild von der damals aktu­el­len Lage der Über­set­zer­zunft, zumal ich in den 80ern Bei­sit­ze­rin im VdÜ-Vor­stand war. Und mir wur­de bald klar, dass sich die Mise­re unse­res Berufs nur ändern wür­de, wenn es uns gelän­ge, in zwei Rich­tun­gen vor­zu­sto­ßen: Zum einen über die – fast durch­weg übli­chen – Sei­ten­ho­no­ra­re hin­aus­zu­kom­men und sie durch Pro­zent­ab­spra­chen zu ergän­zen oder zu erset­zen; und zum ande­ren uns Lite­ra­tur­über­set­zern die Tür zur über­re­gio­na­len staat­li­chen Kunst­för­de­rung zu öffnen.

In den 70ern gab es in der Bun­des­re­pu­blik weder Aus­bil­dungs- noch Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Lite­ra­tur­über­set­zer; wer sich dafür inter­es­sier­te, ging ein­mal im Jahr ein Wochen­en­de zum „Ess­lin­ger Gespräch“, und das war’s dann. Außer dem seit den 50ern exis­tie­ren­den, renom­mier­ten Johann-Hein­rich-Voß-Preis der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung kann ich mich an kei­ne regel­mä­ßig ver­ge­be­nen Über­set­zer­prei­se erin­nern, auch von Sti­pen­di­en war noch kaum die Rede. 1973 ver­gab der „Freun­des­kreis zur För­de­rung lite­ra­ri­scher und wis­sen­schaft­li­cher Über­set­zun­gen“, der noch ganz auf Baden-Würt­tem­berg kon­zen­triert war, aus ein­ge­gan­ge­nen Spen­den das aller­ers­te Rei­sesti­pen­di­um. Der Freun­des­kreis mit sei­ner dama­li­gen Prä­si­den­tin Hil­de­gard Gro­sche war es auch, der die Bezie­hung zu einer staat­li­chen Stel­le, dem Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in BW, ver­ste­ti­gen konn­te; ab Ende der 70er erhielt er von dort jähr­lich Gel­der für Sti­pen­di­en, außer­dem finan­zier­te Stutt­gart ab 1979 den zwei­jähr­lich ver­ge­be­nen Wie­land-Über­set­zer­preis.  So kam lang­sam Bewe­gung in die Szene.

1994 wur­de mir die Lei­tung des Freun­des­krei­ses über­tra­gen. Laut Sat­zung „Prä­si­den­tin“ des Mini-Ver­eins, ver­such­te ich im ers­ten Jahr noch brav, das Spen­den­vo­lu­men in die Höhe zu trei­ben, muss­te aber bald ein­se­hen, dass wir über Kle­cker­be­trä­ge nicht hin­aus­ka­men. Umfas­send wirk­sam konn­te nur eine über­re­gio­na­le staat­li­che För­de­rung sein.

Als ich zu die­ser Erkennt­nis gelangt war, rief ich im Juni 1995 Jür­gen Becker im (schon damals Über­set­zer-freund­li­chen) Lite­ra­ri­schen Col­lo­qui­um Ber­lin an und sag­te: „Könn­ten wir nicht mal zusam­men eine Kon­fe­renz ver­an­stal­ten, auf der wir klar dar­le­gen, war­um Über­set­zer­för­de­rung uner­läss­lich ist – und zwar über­re­gio­nal?“ Jür­gen Becker war sofort dafür, eben­so sein dama­li­ger Chef Ulrich Janetz­ki, und so fand im März 1996 im LCB die ers­te Kon­fe­renz „Neue Wege der Über­set­zer­för­de­rung“ statt. Ein­ge­la­den hat­ten wir Ver­tre­ter von Bun­des- und Län­der­mi­nis­te­ri­en, die für Lite­ra­tur zustän­dig waren, dazu wei­te­re kul­tu­rel­le Insti­tu­tio­nen und natür­lich VdÜ und VS. In mei­nem Ein­füh­rungs­re­fe­rat „Vom Luxus des Lite­ra­tur­über­set­zens“ rech­ne­te ich unter ande­rem vor, dass ich die Über­set­zung eines schwie­ri­gen Werks wie Andrej Bitows „Mensch in Land­schaft“ zu rund zwei Drit­teln selbst „sub­ven­tio­niert“, d.h. aus ande­ren Tätig­kei­ten finan­ziert hat­te. Anschlie­ßend stell­ten Kol­le­gen aus Nach­bar­län­dern (Frank­reich, Nie­der­lan­de, Skan­di­na­vi­en) Model­le der Über­set­zer­för­de­rung vor, die über unse­re Ver­hält­nis­se weit hin­aus­gin­gen. Nach anfäng­li­cher Skep­sis und gera­de­zu Unglau­ben kamen von den Ein­ge­la­de­nen immer mehr posi­ti­ve Reak­tio­nen, vor allem sei­tens der Minis­te­ri­ums­ver­tre­ter, die wirk­lich zuge­hört hat­ten und ver­blüfft waren. Ich erin­ne­re mich an ein Zitat aus dama­li­gen Gesprä­chen: „Wenn das so ist, wie Sie sagen, wäre das tat­säch­lich eine För­der­lü­cke! Da müss­ten wir etwas tun.“

Die erfah­re­nen Lite­ra­tur­för­de­rer gaben uns außer­dem einen Rat mit auf den Weg: Wir soll­ten ein The­sen­pa­pier erar­bei­ten, das die Situa­ti­on in mög­lichst knap­pen Sät­zen zusam­men­fasst. Also bil­de­ten wir einen Arbeits­kreis, in dem neben den Kol­le­gen Burk­hart Kro­eber und Tho­mas Bro­vot auch der uns gewo­ge­ne Ver­lags­lek­tor Hel­mut Frie­ling­haus mit­wirk­te, dazu Egbert-Hans Mül­ler, der als Lite­ra­tur­re­fe­rent im baden-würt­tem­ber­gi­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­um den Über­set­zern die ers­te staat­li­che För­de­rung ver­schafft hat­te, nun pen­sio­niert war und beim Freun­des­kreis mit­half; gera­de sei­ne Per­spek­ti­ve erwies sich als unschätz­bar wert­voll für uns.

Die­se Run­de ver­fass­te das „Memo­ran­dum – Neue Wege der Über­set­zer­för­de­rung“: unse­re Ana­ly­sen und Vor­schlä­ge in acht sehr gedräng­ten Punk­ten. Bis heu­te wird dar­aus ger­ne zitiert, vor allem der ers­te Satz: „Ohne die Über­set­zer wäre ‚Welt­li­te­ra­tur‘ ein lee­rer Begriff.“ Im Anhang ver­gli­chen wir die Hono­rie­rung ein­zel­ner über­setz­ter Bücher mit Hono­ra­ren, die „prag­ma­ti­sche“ Über­set­zer erzie­len, zum Bei­spiel am Gericht. Dabei kam her­aus, dass die Sei­ten­prei­se beim Lite­ra­tur­über­set­zen eigent­lich drei­mal höher sein müss­ten, als sie es tat­säch­lich waren. Wobei Kol­le­gen, die ich dafür inter­viewt hat­te, zudem noch Sät­ze sag­ten wie: „Ich über­set­ze ja nur Juris­ti­sches – Lite­ra­tur über­set­zen ist doch viel schwieriger.“

Das Memo­ran­dum bil­de­te die Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für die zwei­te Kon­fe­renz. Sie fand im Janu­ar 1997 statt, wie­der im LCB, und ver­ab­schie­de­te das Memo­ran­dum. Danach berie­ten wir uns immer wie­der mit erfah­re­nen Lite­ra­tur­för­de­rern, was nun prak­tisch zu tun sei. Der ent­schei­den­de Anstoß kam von Jan Phil­ipp Reem­ts­ma, der klar sag­te: „Grün­den Sie! Auch wenn Sie noch kein Geld in Aus­sicht haben.“ Der Name „Deut­scher Über­set­zer­fonds“ wur­de auch im Gespräch mit ihm geboren.

So kam es, dass wir am 12. Sep­tem­ber 1997 im LCB den Ver­ein „Deut­scher Über­set­zer­fonds“ grün­de­ten; er wird getra­gen von acht Kul­tur- und Lite­ra­tur­in­sti­tu­tio­nen als juris­ti­schen Ver­eins­mit­glie­dern. Ich wur­de zur Vor­sit­zen­den gewählt, Burk­hart Kro­eber zu mei­nem Stell­ver­tre­ter, Tho­mas Bro­vot zum Bei­sit­zer und Jür­gen Becker zum Geschäfts­füh­rer. Die neue Insti­tu­ti­on soll­te drei Bei­ne haben: Als wich­tigs­tes die Sti­pen­di­en­ver­ga­be, damit gutes Über­set­zen auf die­se Wei­se vor­an­ge­bracht wür­de. Zwei­tens Fort­bil­dung. Und drit­tens woll­ten wir unse­re Kunst auch in die Öffent­lich­keit tra­gen und zei­gen, was wir da machen. Um die­sen Anspruch zu unter­mau­ern und die Grün­dung zu fei­ern, ver­an­stal­te­ten wir am Tag dar­auf den ers­ten „Über­set­zert­ag“, wor­aus sich heu­te eine bun­te Tra­di­ti­on ent­wi­ckelt hat.

Wir hat­ten nun also einen Topf, waren aber noch arm wie die sprich­wört­li­che Kir­chen­maus, im Topf war kein Pfen­nig. (Für die vor­be­rei­ten­den Aktio­nen hat­ten uns ver­ständ­nis­vol­le Insti­tu­tio­nen wie die Kul­tur­stif­tung der Län­der mit Finan­zen aus­ge­hol­fen, aber wei­ter reich­te die Unter­stüt­zung nicht.)

Da kam uns ein Zufall zu Hil­fe. Und die­ser Zufall hieß Bun­des­prä­si­dent Herzog.

Im April 1997 fand im Euro­päi­schen Über­set­zer­kol­le­gi­um in Strae­len ein Tref­fen des Bun­des­prä­si­den­ten mit Über­set­zern statt, an dem ich auch teil­nahm. Natür­lich erwähn­te ich im Gespräch die Idee, es müs­se so etwas wie einen Deut­schen Über­set­zer­fonds geben, und ich lud den Bun­des­prä­si­den­ten zur Preis­ver­lei­hung des nächs­ten Chris­toph-Mar­tin-Wie­land-Prei­ses nach Biber­ach ein. Von Prä­si­den­tin zu Prä­si­dent, sozu­sa­gen. (Wer wuss­te schon, dass unser Mini-Ver­ein Freun­des­kreis aus rund 25 Mit­glie­dern bestand.)

Ende Juli 1997 rief tat­säch­lich das Prä­si­di­al­amt bei mir an: „Er kommt!“ Ich weiß noch, es war ein Frei­tag, und übers Wochen­en­de habe ich mich gefühlt wie der Rei­ter über den Boden­see: Ogot­to­gott, er kommt, was mach ich denn jetzt? Mich beru­hig­te schließ­lich, dass die Stadt Biber­ach und das Land Baden-Würt­tem­berg wohl eher in der Pflicht wären als unser Mini-Ver­ein – sie wüss­ten sicher, wie so etwas abzu­lau­fen hatte.

Am 18. Novem­ber 1997 dann die beson­ders wür­di­ge Preis­ver­lei­hung: Chris­ta Schu­en­ke erhielt den Wie­land-Preis für ihre Über­set­zung der Shake­speare-Sonet­te, Bun­des­prä­si­dent Roman Her­zog hielt eine Rede zum The­ma Über­set­zen, und ich gab die Grün­dung des Deut­schen Über­set­zer­fonds bekannt. Einen Satz aus Her­zogs Rede zitie­ren wir seit­her immer wie­der: „Dass man mit einem der wich­tigs­ten Beru­fe, die unser Geis­tes­le­ben kennt, sei­nen Lebens­un­ter­halt in der Regel nicht bestrei­ten kann, ist im Grun­de ein Skandal.“

So viel prä­si­dia­le Für­spra­che stimm­te uns natür­lich opti­mis­tisch; Wolf­ram Schüt­te schrieb in der Frank­fur­ter Rund­schau: „Her­zog mit Schutz­be­foh­le­nen“. Wir mein­ten, jetzt, bei einem sol­chen Tür­öff­ner, müss­ten wir qua­si nur noch die Hand auf­hal­ten. Im dar­auf­fol­gen­den Win­ter 1997/98 for­mu­lier­ten wir schon ein­mal Richt­li­ni­en für die Ver­ga­be von Sti­pen­di­en, regel­ten also die Ver­tei­lung des Gel­des, von dem wir noch kei­nen Pfen­nig gese­hen hatten.

Zu unse­rer Ernüch­te­rung wies das zustän­di­ge Minis­te­ri­um mit ver­fas­sungs­recht­lich nicht anzu­fech­ten­der Tro­cken­heit dar­auf hin, dass der Bun­des­prä­si­dent ihnen ja eigent­lich nichts zu sagen habe. Noch immer klin­gel­te kein roter Hel­ler in unse­rer Kas­se. Als wir uns offi­zi­ell ins Ver­eins­re­gis­ter ein­tra­gen las­sen woll­ten, erhiel­ten wir tat­säch­lich einen Brief von Amts­ge­richt Char­lot­ten­burg, wie­so wir das Recht hät­ten, uns „deutsch“ zu nen­nen. Da immer­hin half der Ver­weis auf den Bundespräsidenten.

Im März 1998 hielt der Deut­sche Über­set­zer­fonds sei­ne tur­nus­mä­ßi­ge Mit­glie­der­ver­samm­lung ab, und ins­ge­heim hoff­te ich, irgend­wer könn­te uns ein wenig Geld mit­brin­gen. Ange­reist war auch eine für Kul­tur zustän­di­ge Ver­tre­te­rin des Innen­mi­nis­te­ri­ums (das Staats­mi­nis­te­ri­um für Kul­tur und Medi­en gab es damals noch nicht). Sie ver­kün­de­te im Lauf der Ver­samm­lung, das Minis­te­ri­um habe beschlos­sen, uns „aus Rest­mit­teln“ eine „drei­stel­li­ge Sum­me“ zur Ver­fü­gung zu stel­len. Im ers­ten Schreck dach­te ich: „Um Him­mels wil­len, was machen wir mit maxi­mal 999 Mark?“ Doch im wei­te­ren Gespräch zeig­te sich, dass es im Minis­te­ri­um üblich war, nur die Tau­sen­der zu zäh­len, die „Rest­mit­tel“ betru­gen also 100.000 DM. Von der Kul­tur­stif­tung der Län­der und dem Aus­wär­ti­gen Amt kamen noch klei­ne­re Beträ­ge hin­zu. Wir waren am Ziel. 1998 konn­te der Deut­sche Über­set­zer­fonds zum ers­ten Mal bun­des­weit Arbeits- und Rei­sesti­pen­di­en ausschreiben.

Gebremst wur­de unser Elan durch die strik­te minis­te­ria­le Vor­ga­be, die Gel­der nur für Sti­pen­di­en und nicht etwa für Geschäfts­kos­ten zu ver­wen­den. Ich erin­ne­re mich noch leb­haft, wie ich im Novem­ber 1998 beim Berg­neu­städ­ter Gespräch Bücher unter den Kol­le­gen ver­stei­ger­te und mit einem Hut her­um­ging, um für die Por­to­kas­se zu sam­meln. Es waren auf­re­gen­de Wochen und Monate.

Ab 1999 kamen die Zuschüs­se von ver­schie­de­nen Sei­ten mehr oder weni­ger regel­mä­ßig (auch wenn das Klin­ken­put­zen noch kein Ende hat­te). Von nun an konn­ten wir rich­tig pla­nen und dazu über­ge­hen, zwei­mal im Jahr Arbeits- und Rei­sesti­pen­di­en zu ver­ge­ben. Mit der Zeit ver­viel­fäl­tig­ten und dif­fe­ren­zier­ten sich die Sti­pen­di­en, wir kre­ierten die „his­to­ri­sche Linie“ mit den Namen berühm­ter Über­set­zer der Ver­gan­gen­heit. Und um die Jahr­tau­send­wen­de ging es auch los mit Fort­bil­dung, es begann die Serie der Semi­na­re und Werk­stät­ten, die wir spä­ter „Aka­de­mie der Über­set­zungs­kunst“ nann­ten. Der Deut­sche Über­set­zer­fonds eta­blier­te sich in der Land­schaft der För­der­insti­tu­tio­nen und war bald nicht mehr dar­aus wegzudenken.

Groß gefei­ert haben wir 2007 unser Jubi­lä­um, 10 Jah­re Deut­scher Über­set­zer­fonds, mit so pro­mi­nen­ten Ehren­gäs­ten wie Bun­des­prä­si­dent Köh­ler und Umber­to Eco. Das Pro­jekt, das wir damals bekannt­ga­ben und das mir beson­ders am Her­zen lag, war die Ein­rich­tung der August-Wil­helm-von-Schle­gel-Gast­pro­fes­sur für Poe­tik der Über­set­zung am Peter-Szon­di-Insti­tut für All­ge­mei­ne und Ver­glei­chen­de Lite­ra­tur­wis­sen­schaft der FU Ber­lin. Lite­ra­tur­über­set­zer soll­ten, ohne sich mit trans­la­to­lo­gi­scher Theo­rie­schwe­re zu belas­ten, ihre Erfah­run­gen in die Uni­ver­si­tät und die lite­ra­tur­wis­sen­schaft­li­che Dis­kus­si­on hin­ein­tra­gen. Ers­ter Gast­pro­fes­sor war im Win­ter­se­mes­ter 2007/08 der Shake­speare-Über­set­zer Frank Günther.

2009 zog ich mich aus dem Deut­schen Über­set­zer­fonds zurück – ich brauch­te drin­gend eine Erho­lung vom „Ehren­amt­li­chen“. Sehr froh bin ich, dass Tho­mas Bro­vot und Jür­gen Becker, die schon zum Grün­dungs­team gehör­ten, bis heu­te durch­ge­hal­ten haben, die gan­zen 25 Jah­re, und damit für eine Kon­ti­nui­tät sorg­ten, die für eine der­ar­ti­ge För­der­insti­tu­ti­on viel wert ist. Und natür­lich ist es eine Freu­de, das Auf­blü­hen des DÜF über die­se Jah­re zu sehen, vor allem in jüngs­ter Zeit, dank der Pro­gram­me von Neu­start Kul­tur.

Gute Rei­se durchs nächs­te Vierteljahrhundert!


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    Ebba D. Drolshagen

    Wir alle ste­hen tief in Mascha Tiet­zes Schuld, die (mehr als ein­mal) küh­ne Ideen für unse­re Zunft hat­te und es schafft, sie Rea­li­tät wer­den zu lassen.
    Ich ver­beu­ge mich ihr und vor Burk­hart Kro­eber, Tho­mas Bro­vot und Jür­gen Jakob Becker, ohne die wir Übersetzer:innen in mehr als einer Hin­sicht erheb­lich ärmer wären.
    Ebba D. Drolshagen

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