Gro­ße klei­ne Spra­che Friesisch

Die friesische Sprachfamilie ist sehr vielfältig. Eine gedankliche Reise von einer Insel zur nächsten. Von

Gertrud Spitta - Schiffe an der friesischen Küste (ca. 1947) Quelle: WikiCommons

Es gibt etwa 7000 Spra­chen auf der Welt, doch nur ein win­zi­ger Bruch­teil davon wird ins Deut­sche über­setzt. Wir inter­view­en Men­schen, die Meis­ter­wer­ke aus unter­re­prä­sen­tier­ten und unge­wöhn­li­chen Spra­chen über­set­zen und uns so Zugang zu wenig erkun­de­ten Wel­ten ver­schaf­fen. Alle Bei­trä­ge der Rubrik fin­det ihr hier.


Wie haben Sie Frie­sisch gelernt?

Ich habe Frie­sisch an der Uni gelernt, an der Chris­ti­an-Albrechts-Uni­ver­si­tät zu Kiel, wo „Fri­si­s­tik“ ein eigen­stän­di­ges Bache­lor- und Mas­ter­fach ist. Ich habe damals noch auf Magis­ter stu­diert und brauch­te neben mei­nem Haupt­fach, Neue­re deut­sche Lite­ra­tur und Medi­en­wis­sen­schaft, noch zwei Neben­fä­cher, für die ich mich spon­tan ent­schei­den muss­te. Ich dach­te: Frie­sisch – das klingt doch wit­zig! Ich wuss­te vom Amrum-Urlaub, dass es da eine frem­de Spra­che gibt, die nicht Platt­deutsch ist. Wäh­rend des Stu­di­ums habe ich ver­schie­de­ne frie­si­sche Spra­chen gelernt, in Sprach­kur­sen und bei einem Prak­ti­kum auf Amrum, danach bin ich zum Arbei­ten ans Nord­fri­isk Insti­tuut in Bred­stedt gegan­gen, wo die meis­te Zeit Frie­sisch gespro­chen wur­de. Spä­ter bin ich dann für die Fri­si­s­tik an die Uni zurückgekehrt.


Wie steht es um die frie­si­sche Sprache? 

„Die“ frie­si­sche Spra­che gibt es nicht; man kann eher von einer sehr viel­fäl­ti­gen frie­si­schen Sprach­fa­mi­lie spre­chen, die zum west­ger­ma­ni­schen Sprach­zweig gehört und die eng mit dem Eng­li­schen ver­wandt ist. An der Kie­ler Uni haben wir es vor allem mit dem Nord­frie­si­schen zu tun, das an der West­küs­te Schles­wig-Hol­steins gespro­chen wird und das sich auf­teilt in zwei his­to­risch beding­te Grup­pen, die die insel­nord­frie­si­schen und die fest­lands­nord­frie­si­schen Varie­tä­ten umfas­sen. Ins­ge­samt las­sen sich bis zu 10 nord­frie­si­sche Unter­mund­ar­ten unter­schei­den, auf Sylt wird bei­spiels­wei­se ein ande­res Frie­sisch gespro­chen als auf Föhr oder Amrum. 

Eini­ge die­ser Unter­mund­ar­ten sind bereits aus­ge­stor­ben, ande­re stark vom Aus­ster­ben bedroht. Es gibt jedoch Gebie­te, wie etwa die Insel Föhr oder die Gegend um Risum-Lind­holm auf dem Fest­land, wo die nord­frie­si­schen Varie­tä­ten Fering bzw. Frasch noch zum All­tag dazu­ge­hö­ren, wo Eltern es noch an ihre Kin­der wei­ter­ge­ben. Genaue Anga­ben dar­über, wie vie­le Men­schen Nord­frie­sisch spre­chen, gibt es nicht; die Schät­zun­gen belau­fen sich auf 5.000 bis 10.000 Per­so­nen. Das Nord­frie­si­sche erfährt inzwi­schen eini­ge Wert­schät­zung, es wird bei­spiels­wei­se auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne als schüt­zens­wert erach­tet, was sich etwa in Bemü­hun­gen um den Aus­bau und die Opti­mie­rung von frie­si­schem Schul­un­ter­richt niederschlägt.

Neben dem Nord­frie­si­schen gibt es das West­frie­si­sche, die „gro­ße“ Schwes­ter inner­halb der frie­si­schen Sprach­fa­mi­lie, das von ca. 400.000 Men­schen in der nie­der­län­di­schen Pro­vinz Frys­lân gespro­chen wird. Außer­dem exis­tiert ein Rest des alten ost­frie­si­schen Sprach­zweigs; etwa 1.500 bis 2.500 Per­so­nen spre­chen Sater­frie­sisch im Sater­land, einer Gemein­de im nie­der­säch­si­schen Land­kreis Cloppenburg.


Gibt es Lite­ra­tur auf Friesisch?

Ja, es gibt Lite­ra­tur auf Frie­sisch, obwohl Frie­sisch nie eine Schrift­spra­che war und erst seit dem 20. Jahr­hun­dert spo­ra­disch in der Schu­le gelehrt wird. Wie die Spra­che selbst ist auch die frie­si­sche Lite­ra­tur viel­fäl­tig bzw. zer­split­tert. Wer frie­si­sche Lite­ra­tur ver­fas­sen woll­te und will, muss eini­ge Hür­den über­win­den: Die Autorin­nen und Autoren waren gezwun­gen, sich eine eige­ne Ortho­gra­fie für ihre jewei­li­ge Spra­che zu über­le­gen, denn Recht­schreib­re­geln exis­tie­ren erst seit ein paar Jahr­zehn­ten. Der Kreis der­je­ni­gen, die die Tex­te lesen kön­nen und wol­len, beläuft sich zumeist auf weni­ge Per­so­nen aus der nähe­ren Umge­bung, man schreibt also nur für eine Hand­voll poten­zi­el­ler Adres­sa­tin­nen und Adres­sa­ten und macht sich als Schreibende/r oben­drein ver­wund­bar gegen­über Kri­tik. Das alles könn­ten Grün­de dafür sein, dass eini­ge der Autorin­nen und Autoren erst dann mit dem Schrei­ben auf Frie­sisch begin­nen, wenn sie die Hei­mat ver­las­sen, zumal ihnen die eige­ne Spra­che umso eher als schüt­zens­wer­tes Klein­od erschei­nen mag, je weni­ger sie sie im All­tag umgibt. 

Frie­si­sche Lite­ra­tur exis­tiert seit dem Beginn des 19. Jahr­hun­derts (wenn man von ein­zel­nen Tex­ten aus frü­he­ren Zei­ten absieht), hat also dann ein­ge­setzt, als die frie­si­sche Spra­che lang­sam aus dem Leben der Leu­te ver­schwand. Und so passt es wie­der­um, dass vie­le der frie­si­schen Lite­ra­tin­nen und Lite­ra­ten ihre Tex­te expli­zit in den mora­lisch moti­vier­ten Dienst zur Ret­tung der frie­si­schen Spra­che stell(t)en. 


Wie sieht die frie­si­sche Lite­ra­tur­sze­ne aus?

Die Lite­ra­tur­sze­ne ist klein, es gibt nur weni­ge regio­na­le Ver­la­ge, die frie­si­sche Tex­te her­aus­brin­gen, eini­ge erschei­nen in einer Rei­he bei uns an der Uni, vie­le sind nur hand­schrift­lich oder über unse­re Online-Daten­bank ver­füg­bar. Nie­mand, der auf Frie­sisch schreibt, könn­te davon leben; bei vie­len Tex­ten han­delt es sich um Gele­gen­heits­li­te­ra­tur. Eine Gele­gen­heit, zu der geschrie­ben wird, ist der zwei­jähr­lich statt­fin­den­de „Fer­teel Iinjsen!“-Kurzgeschichtenwettbewerb, den der Nord­deut­sche Rund­funk gemein­sam mit dem Nord­fri­isk Insti­tuut und wech­seln­den Part­nern aus­rich­tet. Über 500 nord­frie­sisch­spra­chi­ge Kurz­ge­schich­ten sind in den dazu­ge­hö­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen erschie­nen. Kurz­pro­sa ist eine Unter­gat­tung, die ins­ge­samt gut ver­tre­ten ist, es exis­tie­ren eigent­lich nur drei nord­frie­si­sche Bücher, die sich selbst „Roman“ nen­nen. Es gibt aller­dings zahl­rei­che Gedich­te und Komö­di­en und eine teils leben­di­ge Büh­nen­kul­tur. Tra­gö­di­en fin­det man eben­so sel­ten wie Romane. 

Die nord­frie­si­sche Lite­ra­tur­ge­schich­te bringt den­noch immer wie­der erstaun­lich vie­le Per­so­nen her­vor, die den wid­ri­gen Bedin­gun­gen getrotzt und eini­ges zu Papier gebracht haben. Unter ihnen sind Jap Peter Han­sen (1767−1855), der Begrün­der der nord­frie­si­schen Lite­ra­tur, ein auf­ge­klär­ter See­fah­rer, Leh­rer und Küs­ter von Sylt, sein Sohn Chris­ti­an Peter Han­sen (1803−1879), der als Sagen­samm­ler Sylts bekannt wur­de, der Syl­ter Jens Emil Mun­gard (1845−1940), der als frie­si­scher Wider­stands­li­te­rat im drit­ten Reich in die Geschich­te ein­ging und der unter ande­rem über 600 Gedich­te schuf. Außer­dem Nami­ne Witt von Föhr, Peter Jen­sen aus der Wie­ding­har­de, Herr­lich Jann­sen, Nis Albrecht Johann­sen, Lorenz Con­rad Peters, Erich Mei­nert Johann­sen; sie alle haben inter­es­san­te Tex­te geschrie­ben und wur­den, spe­zi­ell Anfang des 20. Jahr­hun­derts, als es einen Auf­schwung des Inter­es­ses am Nord­frie­si­schen gab, auch rela­tiv viel rezi­piert. Spä­te­re Autorin­nen und Autoren sind bei­spiels­wei­se Eli­se Heit­mann, August Gonn­sen, Erk Peter­sen, Ellin A. Nickel­sen, Ant­je Tadsen, Ingo Laabs, Gesche Roel­offs und Ing­wer Nommensen. 


Was soll­te man unbe­dingt gele­sen haben?

Das ist natür­lich sub­jek­tiv, aber ich mag den ers­ten „Roman“ des Nord­frie­si­schen, Di lek­kelk Stjüür­man (1833) von Jap Peter Han­sen, eine unter­halt­sa­me, in iro­ni­schem Ton erzähl­te Geschich­te in der Tra­di­ti­on von Lau­rence Ster­ne und Dani­el Defoe. Ein wei­te­res Lieb­lings­buch von mir ist das Tage­buch von Herr­lich Jann­sen (1906−1963), das Ingo Laabs als Häl än junk. Sü schriif än toocht en foo­men (Hell und dun­kel. So schrieb und dach­te ein Mäd­chen) (2014) bei uns in Kiel mit deut­scher Über­set­zung her­aus­ge­bracht hat. Ich mag auch die teils skur­ri­len Tex­te von Erk Peter­sen, die eben­falls von Ingo Laabs ins Deut­sche über­setzt und Sei­te an Sei­te mit den frie­si­schen Ver­sio­nen als Deer driif en heef foont söö­den jurt. En ütwool foon tooch­te, tää­le än däch­te (Da trieb ein Meer vom Süden her. Eine Aus­wahl an Gedan­ken, Geschich­ten und Gedich­ten) (2017) in Kiel her­aus­ge­ge­ben wur­den. Stim­mungs­voll und unheim­lich sind die Novel­len von Peter Jen­sen, packend die Dra­men von Erich Johann­sen. Auch deren Tex­ten hat Ingo Laabs sich ange­nom­men – ins­ge­samt wird schnell klar, dass er als pro­duk­tivs­ter Über­set­zer nord­frie­si­scher Lite­ra­tur gel­ten kann. Sei­ne eige­nen frie­si­schen Roma­ne, Kiira Stää­rens Dooch­ter – Kira Ster­nen­toch­ter (2019) und Di kloo­ker foon Räng­stuft – Der Glöck­ner von Ring­stoft (2020), hat Laabs erst auf Deutsch ver­fasst und sie dann ins Böking­har­der Frie­sisch übertragen.


Was ist noch nicht übersetzt?

Vie­les ist noch nicht über­setzt; abge­se­hen von Ingo Laabs, der die die meis­ten sei­ner Über­set­zun­gen ohne Auf­trag und eini­ge auch ohne Bezah­lung ange­fer­tigt hat, gibt es mei­nes Wis­sens zur­zeit kaum jeman­den, der sich die Mühe macht, unent­gelt­lich an Über­set­zun­gen aus dem Nord­frie­si­schen zu arbei­ten. Ein Argu­ment, das manch­mal gegen Über­set­zun­gen mit Deutsch als Ziel­spra­che ins Feld geführt wird, ist, dass alle, die Nord­frie­sisch lesen kön­nen, ja auch Deutsch ver­ste­hen. Das Lesen auf Deutsch ist ihnen viel geläu­fi­ger als das Lesen auf Frie­sisch, und so könn­te sich eine gewis­se „Lese­faul­heit“ ein­stel­len, wenn nord­frie­si­sche Tex­te nicht mehr als sol­che, son­dern in der deut­schen Ver­si­on rezi­piert würden.

Bei Über­set­zun­gen aus dem Deut­schen ins Nord­frie­si­sche sieht es anders aus; mitt­ler­wei­le gibt es vie­le ins Frie­si­sche über­tra­ge­ne Tex­te. Auch sie wur­den lan­ge größ­ten­teils „ehren­amt­lich“ bear­bei­tet. Heut­zu­ta­ge stam­men die meis­ten Über­set­zun­gen mit Nord­frie­sisch als Ziel­spra­che von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der fri­sis­ti­schen Insti­tu­tio­nen und Ver­la­ge. Kin­der­li­te­ra­tur steht dabei stark im Fokus: Vie­le Tex­te von Astrid Lind­gren wur­den bei­spiels­wei­se bereits über­setzt und auf Frie­sisch her­aus­ge­ge­ben. Die Autorin hat in einem hand­schrift­lich geschrie­be­nen Brief ihr Wohl­wol­len gegen­über frie­si­schen Über­set­zun­gen und frie­si­scher Sprach­ar­beit aus­ge­drückt und die­ser Brief lie­fert ein star­kes Argu­ment für die klei­nen Auf­la­gen, in denen die frie­si­schen Ver­sio­nen erscheinen.

Kin­der­bü­cher wer­den wohl auch des­we­gen ger­ne genom­men, weil sie rela­tiv kurz und sprach­lich weni­ger kom­plex sind, weil man sie den Kleins­ten vor­le­sen kann und weil das die Hoff­nung nährt, dass das Frie­si­sche in den Fami­li­en erhal­ten bleibt. Somit kann man inzwi­schen den Grüf­felo, Grimms Mär­chen und Oh, wie schön ist Pana­ma und vie­le ande­re Kin­der­ge­schich­ten auf Frie­sisch lesen. Es gibt aber auch „höhe­re“ Lite­ra­tur, die aus ande­ren Spra­chen ins Frie­si­sche über­setzt wur­de. Frie­sisch­kur­se des Föh­rer Gym­na­si­ums haben sich etwa an eini­ge Klas­si­ker gewagt. 2008 erschie­nen bei­spiels­wei­se die India­aner­tee­len an öler eewen­tüü­ren (India­ner­ge­schich­ten und ande­re Aben­teu­er) (2008) von Ernest Heming­way. Es gibt aber auch ins Nord­frie­si­sche über­tra­ge­ne (Teil-)Übersetzungen der Bibel, von Theo­dor Storms Der Schim­mel­rei­ter, von Edgar Wal­lace, Ephra­im Kishon, Charles Dickens und ande­ren. Gemein­sam mit zwei Stu­die­ren­den, Joke Aut­zen und Johan­nes Friehs, sit­ze ich zur­zeit an einer Über­set­zung von J.R.R. Tol­ki­ens The Hob­bit or The­re and Back Again ins Föh­rer und ins Böking­har­der Frie­sisch. Wir sind mit dem ers­ten Kapi­tel gera­de fer­tig – das Buch wird wohl noch etwas auf sich war­ten lassen.


Was sind die größ­ten Schwie­rig­kei­ten beim Über­set­zen aus dem Frie­si­schen? Wie gehen Sie damit um?

Ich muss nicht oft aus dem Frie­si­schen über­set­zen, jeden­falls nicht schrift­lich. Wir haben regel­mä­ßi­ge Lek­tü­re­kur­se an der Uni, in denen die Stu­die­ren­den Tex­te lesen und ad hoc ins Deut­sche über­set­zen müs­sen. Am schwie­rigs­ten sind da sicher eini­ge Idio­me bzw. Rede­wen­dun­gen, die sich nicht wört­lich über­tra­gen las­sen oder die Kon­zep­te ent­hal­ten, die wir nicht (mehr) ken­nen. Ansons­ten sind Frie­sisch und Deutsch als west­ger­ma­ni­sche Spra­chen ja nicht all­zu weit von­ein­an­der ent­fernt, so dass es rela­tiv wenig Pro­ble­me gibt. Trotz­dem machen wir uns regel­mä­ßig in Kur­sen zur Trans­la­ti­ons­wis­sen­schaft Gedan­ken über das Über­set­zen im All­ge­mei­nen und über nord­frie­si­sche Über­set­zun­gen im Besonderen.


Was kann Frie­sisch, was Deutsch nicht kann?

Nord­frie­si­sche Rede­wen­dun­gen sind oft sehr prä­gnant und ein­falls­reich. Auf eine Sache hat mei­ne ehe­ma­li­ge Kol­le­gin Ant­je Arfs­ten, die viel ins Frie­si­sche über­setzt, von Föhr kommt und mit Föh­rer­frie­sisch auf­ge­wach­sen ist, mich auf­merk­sam gemacht: Es gibt unzäh­li­ge Wor­te für den Vor­gang, wenn beim Essen etwas dane­ben­geht. Man kle­ckert nicht nur ein­fach, son­dern es kommt auf die Kon­sis­tenz des Ver­kle­cker­ten an, ob es bei­spiels­wei­se eher flüs­sig ist oder eher fest, und wie der sich Bekle­ckern­de danach aus­sieht. Das fin­de ich schon mal bemerkenswert. 

Jede frie­si­sche Varie­tät hat ihren eige­nen Klang. Da ich am liebs­ten auf Amrum bin und selbst das Amrum­er­frie­si­sche spre­che, fin­de ich es natür­lich am schöns­ten: Es klingt einer­seits klar, fein und hell und kann gleich­zei­tig manch­mal scharf, eckig und auch düs­ter sein, mys­tisch und fremd. Es passt zu Amrum und des­we­gen sind auch Gedich­te von dort beson­ders schön, wenn sie auf Ööm­rang geschrie­ben sind – wie die Tex­te des Leucht­turm­wär­ters Arthur Kru­se (1893–1963), die er in der Fer­ne in Gedan­ken an sei­ne Frau gedich­tet hat. 


Dr. Wen­dy Vanselow 

hat Neue­re Deut­sche Lite­ra­tur und Medi­en, Frie­si­sche und Eng­li­sche Phi­lo­lo­gie und Kul­tur­ma­nage­ment an der Chris­ti­an-Albrechts-Uni­ver­si­tät zu Kiel stu­diert. Bis 2014 war sie beim Nord­fri­isk Insti­tuut in Bred­stedt ange­stellt, hat 2014 in der Lite­ra­tur­wis­sen­schaft in Kiel pro­mo­viert und ist dort seit 2013 als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin für das Fach Fri­si­s­tik tätig.


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