Küs­se aus Mond­milch

Während des Poesiefestivals Latinale wurden im Rahmen einer Übersetzungswerkstatt Gedichte verschiedener Autorinnen aus dem Spanischen und Englischen ins Deutsche übersetzt. Hier nun die Ergebnisse, frisch aus der Werkstatt.

Übersetzerinnen mit ihren Werkzeugen in der Werkstatt. Foto: Timo Berger

Mata­ten­ta
de Dia­na Gar­za Islas
 
Quie­ro figur­ar en las lis­tas. Quie­ro sen­tir muchas cosas, como cuan­do esta­ba muer­ta.
 
Hay algu­i­en ahí. Es como una prince­sa que me mira que en rea­li­dad es un hombre que me come
 
Aquí sólo hay un cocodri­lo gigan­te y mucho sol. El sol, con­tra­rio a lo que podrí­a­mos ima­gi­nar, no es ver­de
 
Aho­ra estás tú. Le tomas fotos a la car­ne. Una voz dice: Bien­ve­ni­da a tus nom­bres.
 
Pero sabe­mos que cual­quier voz es la voz de la niña que fui. Esa voz me ase­gu­ra que las capas de la Tier­ra son cua­tro: Sico­ca, Coleia, Isi, e Ife loca­le.
 
 (O algu­i­en film­a­ba mi abduc­ción. Se llama­ba Myr­na o se llama­ba Bru­cole­co.)
 
No hay más qué decir. Esta­mos en mi casa, abier­ta, la de antes, medi­eval, con ven­ta­nas de arco y expre­sión de cabal­le­ro. La pisci­na desa­pa­re­ció pero hab­rá fies­ta. El ani­ver­s­a­rio. En la cúpu­la está el rostro de mi pad­re. Ahí está. No lo miro y sigue ahí, como un anti­guo demo­nio muy ama­do.
 
Por últi­mo, mi madre; sus ceni­zas o el mar.

Die Über­set­zung von Car­la Hegerl, Alea Rent­meis­ter, Jula Schmidt und Anna Lena Schä­chin­ger:
 
Ich will einen Platz in den Lis­ten. Ich will vie­les spü­ren, wie damals als ich tot war.
 
Da ist jemand. Eine Prin­zes­sin, die mich anschaut, dabei ist es ein Mann, der mich ver­schlingt.
 
Hier gibt es nur ein rie­si­ges Kro­ko­dil und viel Son­ne. Die Son­ne, anders als man mei­nen wür­de, ist nicht grün.
 
Und jetzt du. Du machst Fotos vom Fleisch. Eine Stim­me sagt: Will­kom­men bei dei­nen Namen.
 
Aber wir wis­sen, dass jede Stim­me die Stim­me des Mäd­chens ist, das ich ein­mal war. Die­se Stim­me erklärt mir, dass die Schich­ten der Erde vier sind: Sico­ca, Coleia, Isi, und Ife loca­le.
 
(Oder jemand film­te mei­ne UFO-Ent­füh­rung. Viel­leicht Myr­na, oder Bru­cole­co.)
 
Es gibt nichts wei­ter zu sagen. Wir sind in mei­nem Haus, das von frü­her, offen, mit­tel­al­ter­lich, Fens­ter mit Bögen und rit­ter­li­chem Aus­druck. Der Pool ist weg, aber wir fei­ern trotz­dem. Jubi­lä­um. Von der Kup­pel her­ab blickt mein Vater. Dort ist er. Ich schau ihn nicht an. Er bleibt da, wie ein uralter, gelieb­ter Dämon.
 
Zuletzt, mei­ne Mut­ter; ihre Asche oder das Meer.

Der Kom­men­tar der Über­set­ze­rin­nen:

Die Über­set­zungs­werk­statt der Lati­na­le 2018 und unse­re gemein­sa­me Arbeit an Mata­ten­ta nicht nur von, son­dern auch in Anwe­sen­heit der Poe­tin Dia­na Gar­za Islas hat fünf völ­lig unbe­kann­te Men­schen um ein Gedicht ver­sam­melt. Es sind ver­schie­de­ne Les­ar­ten und Her­an­ge­hens­wei­sen an Poe­sie und Über­set­zung auf­ein­an­der­ge­trof­fen. Die Vor­schlä­ge und Ideen, aus denen wir schöp­fen konn­ten, waren dem­entspre­chend zahl­los.

Ein ers­ter Ent­wurf unse­rer Über­set­zung war ein Fli­cken­tep­pich mög­li­cher Alter­na­ti­ven und still-to-be-revi­seds, Aus­druck eines Pro­zes­ses, in dem wir sowohl grund­sätz­li­che Fra­gen wie „Inhalt oder Form?“ immer wie­der neu dis­ku­tiert haben, als auch vor die Lösung gram­ma­ti­ka­li­scher Pro­ble­me, wie die Ver­wen­dung des Genus im Spa­ni­schen und Deut­schen, gestellt waren. Wir wur­den hier­bei mit Momen­ten eige­ner Sprach­lo­sig­keit kon­fron­tiert, in denen es uns schwer­fiel, geeig­ne­te deut­sche Aus­drü­cke für spa­ni­sche Voka­beln zu fin­den. Eine „abduc­ción“ mit „Ent­füh­rung durch Außer­ir­di­sche“ zu über­set­zen schien uns zu schwer­fäl­lig für die leich­te, unbe­schwer­te Syn­tax des spa­ni­schen Ori­gi­nals.

Dia­na las uns das Gedicht zu Beginn vor. Wir hör­ten, wel­chen Rhyth­mus sie ihren Wor­ten gab und beka­men so schon einen Ein­druck von der Stim­mung des Gedichts, die auch in unse­rer Über­set­zung trans­por­tiert wer­den soll­te. Die Hin­ter­grund­in­fos zu dem Ent­ste­hungs­kon­text, ihren Ideen und Wirk­in­ten­tio­nen, die Dia­na immer wie­der ein­flie­ßen ließ, haben uns ande­re und neue Zugän­ge zu Mata­ten­ta ermög­licht, das sich aus einem Gespräch mit ihrem klei­nen Sohn ent­wi­ckelt hat.

Am Ende, als wir die Über­set­zung laut lasen, fie­len uns die Ent­schei­dun­gen zwi­schen den am Anfang noch gleich­be­rech­tigt schei­nen­den Mög­lich­kei­ten leicht. Es war ein neu­er Rhyth­mus ent­stan­den, der jedoch um die glei­chen Bil­der pul­sier­te. Auch wenn die Ent­schei­dungs- und Ver­hand­lungs­pro­zes­se ungleich lang­wie­ri­ger waren als bei einer Über­set­zung allei­ne, rie­fen der Ein­falls­reich­tum der ande­ren Bewun­de­rung und das Ergeb­nis gro­ße Zufrie­den­heit in uns her­vor.

His­to­ria libe­r­a­da
de Ethel Bar­ja
Una lacer­a­ción sin tes­ti­gos
es una car­ta que via­ja
de una mano muer­ta
a otra mano muer­ta
y boga en la noche
con toda su diás­to­le
a sofo­car el hori­zon­te,
a forz­ar­le la len­gua.
Cami­nan­tes
de Ethel Bar­ja
Cos­til­la rota del tiem­po geoló­gi­co,
quie­ro ver de nue­vo los vol­ca­nes.
Hue­so queb­ra­do de la dura­ción,
el polen enfer­mo no sabe a dón­de ir.
Cruz­a­mos cuan­do las venas
de la mon­ta­ña acon­tecí­an níti­das
Cuan­do cru­zar era un ver­bo ino­cen­te
de vient­re ros­a­do
y no éra­mos esos soles
col­ga­dos en la hogue­ra
sudan­do el silen­cio
que otro enhe­bra
para coser su tam­bor.

Die Über­set­zung von Ele­na Fernán­dez, San­dra Rosas und Lea Hüb­ner:

Eine Ver­let­zung ohne Zeu­gen
ist ein Brief der wan­dert
von einer toten Hand
zur nächs­ten toten Hand
und rudert in der Nacht
um mit vol­ler Dia­sto­le
den Hori­zont abzu­schnü­ren,
sein Schwei­gen zu bre­chen.
Gebro­che­ne Rip­pe der geo­lo­gi­schen Zeit,
ich will die Vul­ka­ne wie­der sehen.
Zer­bro­che­ner Kno­chen der Dau­er,
der kran­ke Pol­len weiß nicht wohin.
Wir über­quer­ten als die Venen
der Ber­ge deut­lich gescha­hen.
Als Über­que­ren ein unschul­di­ges Verb war,
mit rosa Bauch,
und wir nicht die­se Son­nen waren,
ins Feu­er gehängt
das Schwei­gen schwit­zend
das der ande­re ein­fä­delt
um sei­ne Trom­mel zu nähen.

Der Kom­men­tar der Über­set­ze­rin­nen:

Ohne es expli­zit ver­ein­bart zu haben, lag wäh­rend unse­rer kur­zen und inten­si­ven gemein­sa­men Über­set­zungs­er­fah­rung unse­re Prio­ri­tät dar­auf, die Bedeu­tung nicht auf­zu­ge­ben und den Bil­dern plas­tisch Gestalt zu ver­lei­hen, zum Bei­spiel „a sofo­car el hori­zon­te“ wur­de „den Hori­zont abzu­schnü­ren“.  Jede von uns hat­te ihre eige­ne Art das Gedicht zu betrach­ten und sich dar­in hin­ein­zu­den­ken, wobei wir uns an unse­re Intui­ti­on hiel­ten und die Mei­nung jeder ein­zel­nen berei­cher­te den kol­lek­ti­ven Über­set­zungs­pro­zess. Die Dif­fe­ren­zen in der Grup­pe ermög­lich­ten, dass kein Aspekt unbe­rück­sich­tigt blieb. Das Gedicht ana­log neu erschaf­fen, so nann­te es die Dich­te­rin Ethel Bar­ja, nach­dem sie uns vier Stun­den lang bei der Rei­se durch ihre Gedicht­zei­len beglei­tet hat­te. Eine wirk­lich erbau­li­che Auf­ga­be, die Her­aus­for­de­run­gen und neue Wör­ter bereit hielt. Mit jeder Über­set­zung ler­nen wir die Spra­che des ande­ren und auch die eige­ne bes­ser ken­nen.

a ton­tas y a locas
de Gabrie­la Beje­r­man
dejáb­a­mos latir toda la pri­sa
rozáb­a­mos el aire bai­lan­do a la maña­na
usáb­a­mos ves­t­idos y guirn­al­das
nos dáb­a­mos mil besos de leche de luna
can­táb­a­mos can­cio­nes, tra­gáb­a­mos man­ja­res
tocáb­a­mos la fru­ta espar­ci­da en el jar­dín
mor­dí­a­mos los labi­os fres­cos y ros­a­dos
pin­táb­a­mos el aire con los dedos
la piel ent­re las telas sus­ur­ra­ba unos te quie­ro
man­cháb­a­mos los libros con pala­bras regala­das
a ton­tas y a locas, ama­mos en colo­res
col­ga­mos de las lia­nas
fru­til­las imper­fec­tas, pro­me­sas der­retidas
y fui­mos un destel­lo
comi­mos el tesoro
tre­pa­mos has­ta ade­n­tro, nada­mos y gira­mos
por fin encan­dila­das

 
 
 

Mäd­chen außer Rand und Band
Über­setzt von Gei­s­hel Curi­el Mar­ti­nez, Eve­lin Kötz und María G. Tel­le­chea
die gan­ze Eile lie­ßen wir schla­gen
streif­ten am Mor­gen tan­zend die Luft
tru­gen Gir­lan­den und Klei­der
gaben uns tau­sen­de Küs­se aus Mond­milch
san­gen uns Lie­der, ver­schlan­gen Süßes
sam­mel­ten im Gar­ten lie­gen­de Früch­te
knab­ber­ten fri­sche rosi­ge Lip­pen
mal­ten die Luft an mit den Fin­gern
die Haut unter den Klei­dern flüs­ter­te ach Liebs­te
befleck­ten die Bücher mit geschenk­ten Wor­ten
außer Rand und Band, lieb­ten wir dann in Far­ben
häng­ten an Lia­nen unvoll­kom­me­ne Erd­bee­ren
geschmol­ze­ne Ver­spre­chen
und wir waren ein Fun­keln
Schät­ze essend klet­ter­ten wir hin­ein,
schwam­men im Kreis
end­lich strah­lend

Der Kom­men­tar der Über­set­ze­rin­nen und Über­set­zer:

Das ers­te und viel­leicht Aller­wich­tigs­te, was wir bei der Über­set­zung die­ses Gedichts lösen muss­ten, war der Titel. Im Spa­ni­schen ist „a ton­tas y a locas“ eine Rede­wen­dung, deren Bedeu­tung so etwas wie außer Rand und Band/ohne Sinn und Ver­stand bedeu­tet und die einen deut­lich weib­li­chen Bezug hat. Dar­über hin­aus gibt es am Ende des Gedichts ein Adjek­tiv, wel­ches im femi­nin-Plu­ral dekli­niert ist. Wir haben das Gedicht als die Beschrei­bung einer Lie­bes­be­zie­hung zwi­schen zwei Frau­en ver­stan­den – dem die Dich­te­rin zuge­stimmt hat – und woll­ten dies des­halb beim Leser deut­lich machen. Im Deut­schen ist die­ser Hin­weis auf das Femi­ni­ne durch die Endung des Adjek­tivs nicht mög­lich. Aus die­sem Grund haben wir dann ent­schie­den, das Nomen „Mäd­chen“ zum Titel hin­zu­zu­fü­gen, um damit die­ses Pro­blem für die Inter­pre­ta­ti­on des gan­zen Gedichts zu lösen.

Aus rhyth­mi­schen Grün­den haben wir hier und da mal Syn­ta­xän­de­run­gen vor­ge­nom­men: ein Prä­fix zurück­ge­stellt, das Per­so­nal­pro­no­men „wir“ weg­ge­las­sen.

Außer­dem haben wir lan­ge über die Über­set­zung man­cher Meta­phern, wie z.B. „leche de luna“ nach­ge­dacht, wobei das Ele­ment „leche“ unter­schied­li­che sinn­li­che Bil­der bzw.  Emp­fin­dun­gen in uns her­vor­ge­ru­fen hat, über­wie­gend in Ver­bin­dung mit dem weib­li­chen Nomen „luna“.  Zum Schluss haben wir dafür das schö­ne (auch weib­li­che) Nomen „Mond­milch“ erfun­den.

Poem to Ulse­gun
by Queen Nzin­ga Max­well
Brought forth into this world
By the mer­cy of love
By the mer­cy of love
A second
A minu­te
a day
a year…
Don’t know how long
Befo­re he was taken away
Into an ali­en world
That
took him in
And
Mis­lead
Mis­gui­ded
Misun­ders­tood
Mistrea­ted
Hurt
And
Con­fu­sed him
Makes it hard to under­stand yourself
When not­hing around you
reflects self
or love
your loyal­ties matu­re  shifted
no self – respect
or self – worth
or self – appre­cia­ti­on
or self – love
real self-love at least
Hard exis­tence
When you are hurt
by the love you give away
it seams this pain wont fade away
cold and dark
like a ruth­less jail
like the deepest pit
never seems to fit
fin­ding warm­th
in things
peop­le
and pla­ces
just to play this game
but, in the sche­me you are in
you are grea­ter than you even think
from your per­spec­ti­ve
I know it’s so hard to see
not that he lacks wit
not that he lacks strength
the strength wit­hin him is gre­at
he may not fathom
cau­se he for­gets
you were brought forth into this world
By the mer­cy of love
By the mer­cy of love
but I see
Brought forth into this world
By the mer­cy of love
By the mer­cy of love
but I say fly, just fly,
just fly away my love
fly like the bird in the end­less wind
let it be the wind
who gives you the path
to find that Vic­to­ry you seek
that is grea­ter than you
that is wit­hin you
I say to fly, just fly,
just fly, just fly,
just fly away my love
fly like the hawk that seeks the sun
you will find your way
not far away
but remem­ber always
you are bles­sed
By the mer­cy of love
That brought you forth into this world
Ase.
An Ulse­gun
Über­setzt von Maria Mar­ggraf und Rober­to Colis
auf die Welt gebracht
durch die Gna­de der Lie­be
durch die Gna­de der Lie­be
eine Sekun­de
eine Minu­te
ein Tag
ein Jahr…
Weiß nicht wie lan­ge
bevor er weg­ge­bracht wur­de
in eine frem­de Welt
die
ihn auf­nahm
und
irre­führ­te
irre­lei­te­te
miss­ver­stand
miss­han­del­te
ihn ver­letz­te
und
ver­wirr­te
Schwer, dich selbst zu ver­ste­hen
wenn nichts in dei­ner Umge­bung
dich selbst zeigt
oder lie­be
dei­ne Zuge­hö­rig­keit am fal­schen Platz
ach­test
schätzt
liebst
dich selbst nicht
nicht zum Schein und nicht in echt
Schwer ist das Leben
wenn du ver­letzt wirst
indem du Lie­be schenkst
die­ser Schmerz scheint nie­mals nach­zu­las­sen
kalt und dun­kel
wie ein grau­sa­mes Gefäng­nis
wie die tiefs­te Schlucht
wohl immer fehl am Platz
Wär­me suchen
in Din­gen
Men­schen
und Orten
nur um mit­zu­spie­len
Dort wo du bist
bist du mehr als du denkst
Ich weiß, schwer zu ver­ste­hen
aus dei­ner Per­spek­ti­ve
Es fehlt ihm nicht an Geist
Es fehlt ihm nicht an Stär­ke
die Stär­ke in ihm ist groß
er ahnt es viel­leicht nicht
denn er ver­gisst
du wur­dest auf die Welt gebracht
durch die Gna­de der Lie­be
durch die Gna­de der Lie­be
doch ich weiß
auf die Welt gebracht
durch die Gna­de der Lie­be
durch die Gna­de der Lie­be
aber ich sag, flieg, flieg ein­fach
flieg ein­fach fort, mein Kind
wie ein Vogel im gren­zen­lo­sen Wind
Lass dir vom Wind
den Weg wei­sen
zum ersehn­ten Sieg
der über dich hin­aus­geht
der in dir lebt
ich sag, flieg,
flieg ein­fach
flieg ein­fach fort, mein Kind
flieg wie der Fal­ke zur Son­ne
du wirst dei­nen Weg fin­den
nicht weit von hier
denk immer dar­an
du bist geseg­net
durch die Gna­de der Lie­be
die dich auf die­se Welt gebracht hat.
Ase.

 
 

Der Kom­men­tar der Über­set­ze­rin und des Über­set­zers:

Die Lyrik von Queen Nzin­ga Max­well erin­nert stark an münd­li­che afri­ka­ni­sche Tra­di­tio­nen und auch ein biss­chen an den Blues. Ein Gedicht von ihr ins Deut­sche zu über­tra­gen, ver­lang­te eine radi­ka­le Hin­wen­dung zum Rhyth­mus und bei eini­gen Ver­sen eine leich­te Anpas­sung des emo­ti­ons­ge­la­de­nen Ton­falls. Wir ver­such­ten in unse­rer Über­set­zung den beson­de­ren Fluss des Spo­ken Word bei­zu­be­hal­ten.

Seit Timo Ber­ger und Rike Bol­te 2006 das mobi­le latein­ame­ri­ka­ni­sche Poe­sie­fes­ti­val Lati­na­le ins Leben rie­fen, schi­cken sie jedes Jahr ein wei­te­res Dut­zend Dich­te­rin­nen und Dich­ter aus Latein­ame­ri­ka auf die Rei­se durch deut­sche Städ­te. Bei den zwei­spra­chi­gen Lesun­gen und Per­for­man­ces in Ber­lin, Osna­brück sowie an wei­te­ren wech­seln­den Sta­tio­nen mit wech­seln­den Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern hat das deutsch­spra­chi­ge Publi­kum die Gele­gen­heit, aktu­el­le Dich­ter und Dich­te­rin­nen aus Latein­ame­ri­ka ken­nen­zu­ler­nen. In die­sem Jahr fand die Lati­na­le vom 18. bis zum 24. Okto­ber in Ber­lin, Osna­brück und Ham­burg statt.

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