Wie der „Cligès“ nach Deutschland kam

Es hat ein wenig gedauert, bis Chrétien de Troyes’ Versroman „Cligès“ aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt wurde. Um genau zu sein: 830 Jahre. Von

Der Beginn des Cligès in einer Handschrift aus dem 13. Jahrhundert. Quelle: Bibliothèque Nationale de France.

Zwischen der Publikation eines Texts und dem Erscheinen seiner Übersetzung kann schon einmal ein wenig Zeit vergehen. Dass jemand einen Autor übersetzt, der bereits verstorben ist, kann ebenfalls vorkommen. Wenn eine Übersetzerin ein Werk in ihre eigene Sprache bringt, das schätzungsweise 830 Jahre alt ist und dessen Autor vermutlich seit 820 Jahren tot ist, ist dies jedoch nicht ganz so alltäglich. Im Jahre 2006 geschah genau das: Ingrid Kasten veröffentlichte ihre Übersetzung des Cligès aus dem Altfranzösischen, des letzten noch nicht ins Neuhochdeutsche übersetzten Romans von Chrétien de Troyes. Die Übersetzungen der übrigen Werke des Autors in unsere Sprache sind ein ganzes Stück älter – wie kommt es, dass es im Falle des Cligès so lange gedauert hat, und wie war der Weg dorthin? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Übersetzung eines so alten Texts und wie geht die Übersetzerin damit um?

Zunächst einige Worte zu Chrétien de Troyes selbst, dessen Name heutzutage viel weniger berühmt ist als der einiger Figuren (Lanzelot! Parzival!), die er in die europäische Literatur einführte. Über sein Leben weiß man nur wenig. Geboren wurde er vermutlich um 1135 und starb um 1185. Bekannt sind seine Mäzene, da er sie in seinem Werk explizit nennt: Marie de Champagne und Philipp von Flandern. Seine Bildung lässt darauf schließen, dass er Geistlicher war. Vermutet werden eine Verwandtschaft mit der königlichen Familie von England (dort herrschte seit 1066 eine französischstämmige Dynastie und die Oberschicht sprach Französisch!) und ein längerer Aufenthalt dort sowie am Hof von Eleonore von Aquitanien, Mutter von Marie de Champagne und wie sie eine bedeutende Förderin von Dichtern.1

Vermutlich war kein anderer Autor des 12. Jahrhunderts so produktiv wie Chrétien de Troyes: Sein Werk umfasst fünf im champagnischen Dialekt abgefasste Romane, von denen der letzte, Le Conte du Graal, unvollendet blieb. Diverse weitere Werke, die der Autor im Prolog zu seinem Cligès selbst aufzählt, sind nicht erhalten. Kurz gesagt zählen Chrétiens Romane, die wie damals allgemein üblich in Achtsilblern mit Paarreim abgefasst sind, zur sogenannten Matière de Bretagne, d. h. sie basieren auf keltischen Stoffen. Das besondere Verdienst des Autors besteht darin, dass er diese mündlich überlieferten Stoffe verschriftet und dabei mit höfischen Idealen verknüpft, also zwei Traditionen gekonnt vereint. Der höfische Roman richtet sich an ein kleines, aristokratisches Publikum, die handelnden Personen sind ebenso vornehm. Der Held, ein tapferer und kunstfertiger Ritter, besteht speziell ihm zugedachte Prüfungen und ist als Erbe des Sängers aus den Liedern der provenzalischen Trobadors einer höhergestellten Dame ergeben; seine Liebe macht ihn gleichzeitig zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft. An sich ist die höfische Liebe ehebrecherisch, Chrétien de Troyes vertritt eine andere Ansicht und preist die Ehe zwischen zwei Liebenden als ideale Verbindung.

Er schreibt auf Altfranzösisch, also in einer Sprache, in der als Relikt der Fälle des Lateinischen ein Zwei-Kasus-System existiert und in der scheinbar moderne Wörter ganz andere Bedeutungen haben können (so kann choisir zwar „auswählen“, aber auch „erblicken“ bedeuten). Ins Mittelhochdeutsche wurden die meisten von Chrétiens Romanen recht schnell übersetzt bzw. adaptiert – Erec et Enide und Yvain ou le Chevalier au Lion durch Hartmann von Aue, der Conte du Graal durch Wolfram von Eschenbach, alles etwa zwischen 1180 und 1210. Eine vollständige mittelhochdeutsche Bearbeitung des Cligès, mit dem wir uns hier näher befassen wollen, hat wahrscheinlich existiert, ist jedoch nur in Fragmenten erhalten. Der Verfasser ist vermutlich Ulrich von Türheim, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts lebte.2 Eine Adaptation von Lancelot ou le Chevalier de la Charrette existiert offenbar nicht.3

Da hätten wir nun alle fünf erhaltenen Romane genannt. Ihre erste vollständige Edition haben wir Wendelin Foerster (1844-1915) zu verdanken, einem österreichischen Romanisten, der ab 1876 als ordentlicher Professor an der Universität Bonn lehrte. Die einzelnen Bände wurden zwischen 1884 und 1899 veröffentlicht (1932 folgte posthum als letztes Der Percevalroman). Foersters Wörterbuch zu Kristian von Troyes‘ sämtlichen Werken erschien erstmals 1914 und erlebte mehrere Neuauflagen.

Nach Foersters Tod wurden zwischen 1929 und 1977 dann auch alle Werke von Chrétien de Troyes in neuhochdeutschen Übersetzungen veröffentlicht4 – das heißt: fast alle. Erst 2006 erschien endlich die zweisprachige Ausgabe des wohl 1175 verfassten Cligès bei De Gruyter in der Übersetzung von Ingrid Kasten. Von ihr stammt im Übrigen auch eine von drei Übersetzungen des Romans Erec et Enide, veröffentlicht 1979.

Warum nur so spät? Darüber lassen sich ein paar Vermutungen anstellen. Wie weiter oben bereits erwähnt existiert im Gegensatz zu anderen Romanen wie dem Conte du Graal keine erhaltene mittelhochdeutsche Bearbeitung, es fehlt also sozusagen ein bis in unsere Zeit nachwirkender Vermittler.5 Hinzu kommt, dass der Cligès sich in Handlung und Aufbau deutlich von den übrigen Romanen seines Autors unterscheidet. Er geht als einziger nicht auf eine keltische Legende zurück. Die erzählte Geschichte umspannt etwa zwanzig Jahre und mehrere Kulturräume, der Artushof ist zwar Maßstab und Ideal, aber weder Ausgangspunkt noch Ende.

Alixandre, der ältere Sohn des Kaisers von Griechenland, bringt von einer Reise zum Hof des Königs Artus eine Frau namens Soredamor und einen Sohn namens Cligès nach Hause. Damit dieser einst Kaiser werden kann, vereinbart Alixandre mit seinem jüngeren Bruder Alis, dass dieser selbst die Krone tragen, aber niemals heiraten darf. Nach Alixandres Tod wird Alis von seinen Getreuen gedrängt, sein Versprechen zu brechen, und stimmt schließlich einer Heirat mit Fenice zu, der Tochter des Kaisers von Deutschland. Cligès und Fenice verlieben sich ineinander, die junge Frau überlistet ihren Ehemann mithilfe eines Zaubertranks, um sich ihre Jungfräulichkeit zu bewahren, und stellt sich schließlich mittels eines weiteren Tranks tot. Cligès raubt sie aus dem Grab und versteckt sie in einem Turm; nach einigen Monaten werden die Liebenden entdeckt und fliehen an den Artushof. Bevor es zum Krieg kommen kann, stirbt Alis, Cligès und Fenice können heiraten und Cligès besteigt den Thron.

Wie aus der Inhaltsangabe (gekürzt um einige Nebenhandlungsstränge und einiges Zittern und Bangen der Liebespaare in beiden Generationen) hervorgeht, nimmt der Cligès durch eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann und der Frau seines Onkels auf den noch heute bekannten Tristan-Stoff Bezug. Fenice möchte jedoch keine zweite Isolde werden, sich nicht körperlich zwei Männern hingeben, und hebt sich mittels einer List für Cligès auf, den sie liebt. Chrétien de Troyes erwähnt im Prolog zum Cligès, dass er u. a. den Tristan-Stoff bereits bearbeitet hat, doch das Werk ist uns leider nicht erhalten. Ingrid Kasten weist in der Einleitung zu ihrer Übersetzung auf diverse Motivparallelen zur Tristan-Geschichte hin und stellt die Frage, ob es sich bei Chrétiens Roman um einen Anti-Tristan oder vielmehr um einen Hyper-, Neo- oder Super-Tristan handelt.6 Wir haben es zwar mit einem zur Matière de Bretagne zählenden Werk zu tun, doch auch die Matière de Rome (deren Vorbild Werke aus der lateinischen Literatur sind) ist präsent.

Kleine Randbemerkung, bevor wir uns der Übersetzung von Chrétiens Roman ins Neuhochdeutsche zuwenden: Obwohl die handelnden Personen aus verschiedenen Kulturräumen stammen, wird nur an einer einzigen Stelle ein Dolmetscher erwähnt (und zwar in Vers 3959, für die Sprachkombination Griechisch-Deutsch). Als z. B. Alixandre und seine Gefährten sich König Artus nähern, fragt dieser die jungen Männer kurz, woher sie denn stammen, aber die Verständigung klappt sofort problemlos.

Ingrid Kasten war bis zu ihrer Emeritierung Professorin für Ältere deutsche Literatur und Sprache am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin, hat aber auch Romanistik studiert. Ihre Übersetzung des Cligès richtet sich in erster Linie an GermanistInnen, wie sie am Anfang und am Ende der Einleitung betont.7 Sie orientiert sich an der Edition von Foerster und damit an einer „Forschungstradition, die der deutschen Romanistik Weltgeltung verschafft hat.“8 Wäre diese Tradition heute noch lebendig, hätte es vielleicht früher eine Übersetzung des Cligès ins Neuhochdeutsche aus der Hand eines Romanisten oder einer Romanistin gegeben…?

Die 2006 erschienene Übersetzung bildet die Achtsilbler mit Paarreim des Originals in reimlosen deutschen Versen ohne ein bestimmtes Metrum nach. Der Vorteil einer Wiedergabe in Versen liegt darin, dass beim Lesen das Wechseln zwischen dem Original und der danebenstehenden Übersetzung erleichtert wird, andererseits wirkt das Ergebnis unweigerlich etwas holprig, da sich der Satzbau des Altfranzösischen im heutigen Deutschen unmöglich 1:1 reproduzieren lässt, es kommt teilweise zu unschönen Enjambements (im Neufranzösischen ist es etwas einfacher). Insgesamt bleibt die neuhochdeutsche Fassung sehr eng am Original und an der Sprache des Autors – auch in Fällen, in denen dies etwas merkwürdig wirkt. Zu nennen sind hier für das mittelalterliche Erzählen typische abrupte Tempuswechsel (Quant il voit venir les Grezois / Ses a devant lui apelez, dt. „Als er die Griechen kommen sieht / hat er sie zu sich gerufen“, Vers 1116 f.) und eine Neigung zu Pleonasmen (Einsi sont contreire et divers, dt. „so gegensätzlich sind sie und verschieden“, Vers 163). Die Übersetzerin geht auf dieses und andere Phänomene bereits in der Einleitung sowie in ihrem sehr ausführlichen Kommentar ein. Im Kommentar begründet sie gelegentlich auch ihre Entscheidung für eine bestimmte Übersetzung. In Fällen, in denen eine Deutung der Verse des Originals schwierig ist oder sich das Gleiche schwer auf Deutsch sagen lässt, zitiert Ingrid Kasten aus älteren Übersetzungen ins Neufranzösische und heutige Englische und stellt mehrere mögliche Lösungen nebeneinander. Im Falle der Eigennamen Alixandre und Jehan hat sie sich für eine Eindeutschung entschieden, die beiden Figuren werden zu Alexander und Johann.

Bei Wortspielen wie dem mit amer (lieben/bitter), l’amer (das Bittere/das Lieben) und la mer (das Meer) in Vers 545 ff. wird kein Versuch unternommen, sie im Deutschen nachzubilden, aber sie werden im Kommentar erläutert. Etwas knifflig ist generell auch die Wiedergabe von Substantiven, die Geschlecht, Alter und soziale Stellung einer Person bezeichnen. Die Anrede sire wird von Ingrid Kasten stets mit „Herr“ (bzw. der Plural seignor mit „meine Herren“) übersetzt; für dame wählt sie „Madame“, wenn es sich um eine Anrede handelt (was Schöning als „befremdlich“ empfindet9), in anderen Fällen heißt es im Deutschen meist „Herrin“. Fenices Aussage „A tort sui apelee dame“ in Vers 5240, mit der sie Cligès zu verstehen geben möchte, dass sie zwar mit seinem Onkel verheiratet, aber noch immer Jungfrau ist, lautet in der Übersetzung „zu Unrecht nennt man mich Frau“.

Wie alle französischen Romane des 12. Jahrhunderts weist auch der Cligès diverse detailreiche Kampfszenen auf. Um sie angemessen übersetzen zu können, muss man zunächst einmal wissen, wie im Mittelalter überhaupt gekämpft wurde und welche Waffen verwendet wurden. Die Beschreibung eines Gefechts hört sich z. B. so an (Vers 1311):

Maintenant les espees çaingnent,
Lor chevaus çainglent et estraingnent
Montent et pranent lor escuz.
Quant il orent as cos panduz
Les escuz et les lances prises
De colors paintes par devises,
El gué tuit an un frois s’esleissent :
Et cil de la les lances beissent,
Ses vont isnelemant ferir ;
Mes cil lor sorent bien merir,
Qui nes espargnent ne refusent
Ne por aus plain pié ne reüsent,
Ainz fiert chascuns si bien le suen,
Qu’il n’i a chevalier si buen,
N’estuisse vuidier les arçons.
 

Nun gürten sie die Schwerter um,
sie legen ihren Pferden die Sattelgurte an,
sitzen auf und nehmen ihre Schilde.
Nachdem sie sich die Schilde
um den Hals gelegt und die Lanzen genommen hatten,
die sich durch ihre Farben unterschieden,
stürmten sie alle auf einmal über die Furt.
Und die auf der anderen Seite senken die Lanzen
und beeilen sich, auf sie einzuschlagen,
aber die Griechen konnten es ihnen gut heimzahlen,
sie schonen sie nicht und weichen ihnen nicht aus
und schenken ihnen keinen Fußbreit Boden.
Vielmehr schlägt jeder den Gegner so heftig,
dass es keinen noch so tüchtigen Ritter gibt,
der nicht aus dem Sattel gehoben worden wäre.

Eine Besonderheit dieses (mutmaßlich) zweiten Romans von Chrétien de Troyes sind die langen inneren Monologe, in denen die Liebenden sich fragen, wie ihnen geschieht, ob die geliebte Person ihre Gefühle erwidert etc. Ganz ähnliche Einschübe in die Handlung finden sich auch in den etwas älteren zur Matière de Rome zählenden Romanen wie dem Roman d’Eneas. Die langen Reflexionen sind eher schwer nachvollziehbar, die dahinterstehenden Vorstellungen für uns heute ungewohnt. Viele Topoi hat Chrétien von Ovid übernommen, z. B. die Beschreibung der Liebe als Krankheit, als Kriegsdienst etc. Diese auf den ersten Blick wenig zugänglichen lyrischen Passagen haben gleichzeitig ihre ganz eigene Schönheit, die es in der Übersetzung zu transportieren gilt, wie in Vers 702 ff.:

Or me di donc reison, comant
Li darz est parmi l’uel passez,
Qu’il n’an est bleciez ne quassez.
Se li darz parmi l’uel i antre,
Li cuers por quoi se diaut el vantre,
Que li iauz aussi ne s’an diaut,
Qui le premier cop an requiaut?
 

Nun erkläre mir also, wie
der Pfeil durch das Auge gegangen ist,
ohne etwas zu verletzen oder zu beschädigen.
Wenn der Pfeil das Auge durchbohrt,
warum tut dann das Herz im Inneren weh,
nicht aber das Auge,
das den ersten Schlag empfing?

Ingrid Kasten betont in der Einleitung zu ihrer kommentierten Übersetzung, dass diese für interessierte GermanistInnen bestimmt ist, also für Menschen, die kein oder wenig Altfranzösisch verstehen. Dies gilt jedoch im Grunde auch für heutige RomanistInnen, da gründliche Sprachkenntnisse im Studium längst nicht mehr vermittelt werden und der mittelalterlichen Literatur wenig Beachtung zuteil wird. Es gelingt der Übersetzerin, die komplexe Handlung in einem leicht verständlichen und modernen Deutsch wiederzugeben und den Roman, der im Werk des Chrétien de Troyes eine Sonderstellung einnimmt, einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Wer den Kommentar studiert, erfährt außerdem viele Dinge über den Autor und seine Zeit. Die Poesie des Originals wird in der deutschen Fassung weniger spürbar. Wird es irgendwann eine andere deutsche Fassung geben, die uns auch diese Ebene näherbringt? Denjenigen, die sie erleben möchten, bleibt vorläufig nichts anderes übrig, als Altfranzösisch zu lernen – und alle anderen können sich freuen, dass Ingrid Kastens Übersetzung der deutschsprachigen Leserschaft auch den letzten von Chrétiens Romanen eröffnet und die letzte Lücke 77 Jahre nach Erscheinen der ersten neuhochdeutschen Fassung des Conte du Graal geschlossen wurde.


Chrétien de Troyes/Ingrid Kasten: Cligès.

De Gruyter 2006 ⋅ 434 Seiten ⋅ 189,95 Euro

www.degruyter.com/viewbooktoc/product/178748

 

  1. Siehe Chrétien de Troyes : bref aperçu sur l’homme et l’œuvre in Chrétien de Troyes: Lancelot ou le Chevalier de la Charrette Traduction, introduction et notes par Jean-Claude Aubailly, Paris 1991, S. 463 ff.
  2. Siehe Chrétien de Troyes: Cligès Auf der Grundlage des Textes von Wendelin Foerster übersetzt und kommentiert von Ingrid Kasten, Berlin/New York 2006, S. 21 f.
  3. Der Ende des 12. Jahrhunderts entstandene Lanzelet des Ulrich von Zatzikhoven hat mit Chrétiens Roman zwar den Titelhelden gemeinsam, die Handlung ist jedoch eine völlig andere. Das „rätselhafte Stück Artusliteratur“ (Klappentext) orientiert sich vermutlich nicht am Chevalier de la Charrette, sondern an einer ganz anderen, nicht erhaltenen altfranzösischen Vorlage.
  4. Wer Genaueres wissen möchte, möge in der Bibliographie ins Neuhochdeutsche übersetzter mittelalterlicher Quellen von Norbert Ohler (Wiesbaden 1991) nachschauen.
  5. Im Falle von Lancelot ou le Chevalier de la Charrette ist eine Vermittlung über den in Prosa abgefassten Zyklus Lancelot-Graal und dessen mittelhochdeutsche Übersetzung wahrscheinlich. Auch die englische Artus-Tradition mit Le Morte Darthur von Thomas Mallory, der sich ebenfalls auf den Lancelot-Graal bezieht, mag eine Rolle gespielt haben.
  6. de Troyes/Kasten 2006, S. 5 ff.
  7. siehe ibidem, S. 1 & 24
  8. Doppelbesprechung der Übersetzungen von Ingrid Kasten und Laurence Harf-Lancner von Udo Schöning in der Zeitschrift für romanische Philologie, Band 126, Heft 2, S. 371-374, Zitat von S. 371
  9. Besprechung in der ZrP 126/2, S. 373

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